Dienstag, 20. Februar 2018

Die Tränen der Kinder - Alex Thomas


Bevor die treuen Leser des in Bremen lebenden Schriftstellerehepaares einen neuen Band aus der Catherine Bell – Reihe lesen können, gibt es den Auftakt zu einer neuen Reihe, der ebenfalls sehr empfehlenswert ist.

Hauptcharakter und absoluter Mittelpunkt des vorliegenden Romans: „Die Tränen der Kinder“ von Alex Thomas, ist Paula Tennant. Eine Ermittlerin, die sehr eigensinnig und begabt ist, sich in tödliche Schwierigkeiten zu schleudern. Ihre Ermittlungserfolge sprechen allerdings bei all ihrer Kritik für sie. Weiterhin besitzt sie so feinfühlige, mentale und emotionale Antennen, dass sie das eigentliche Wesen eines Menschen deuten kann.

Die Haupthandlung spielt in dem sogenannten bei Rom liegenden: „Monsterwald“. Er liegt nördlich von Rom und wird auch als „Sacro Bosco“, der Heilige Wald bezeichnet. Schon bei Tag ist dieser „Park“ eindrucksvoll und wirkt ggf. auch auf so manchen Besucher beängstigend. Des Nachts dürften dann die von einem adeligen angelegten, überdimensionierten Steinfiguren, die Besucher beeindrucken.

Die Handlung von „Die Tränen der Kinder“ ist Spannung pur. Konsequent und vor allem nachhaltig baut das Autorenduo die Story auf. Bizarr, skurril, mystisch wird hier von einer Mordserie erzählt, die sich natürlich als Ritualmorde herstellen. Einer ganzen Reihe von schwangeren Frauen, wurde der Kopf abgeschlagen – doch warum und welche Bedeutung hat diese Brutalität? Der Vatikan ist durch einen ihrer Kirchenfürsten alarmiert und schaltet sich in die Ermittlungen ein. Eine ihrer vermissten Ordensschwestern, schwer verletzt und traumatisiert, wird aufgefunden. Eine schwangere Überlebende, die zum Risiko eines Serienmörders wird.

Bekannt sind die beiden Autoren durch ihre klerikale Reihe um die egozentrische und mental begabte Catherine Bell. Der Stil dieser neuen Reihe ist absolut identisch, sodass der Leser wie gewohnt atmosphärisch stimmig aufgefangen wird. Der Grundtenor der Spannung ist jederzeit vorhanden, mit ein paar Höhen und Tiefen versehen, wobei eine mystische Schwingung inkludiert ist.

Diese hätte ich manchmal gerne etwas mehr im Vordergrund gesehen. Erst im letzten Drittel offenbart sich diese mit einer interessanten Theorie, mit historisch angelehnten Personen, die Angst und Schrecken verteilt haben wie bunten Bonbons.
Wie schon in den anderen Romanen der Autoren auch, wird hier ein feiner Teppich aus Wissenschaft und Religion gewebt. Wer sich also zwischen Himmel und Hölle – mehr vorstellen kann, wird hier bestens unterhalten.

In die „Tränen der Kinder“ gibt es fast keine alten Bekannten aus der älteren Reihe. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass gewisse „Gastauftritte“ vielleicht die Story noch hätten interessanter machen können.

Das Ende ist ein begnadeter Cliffhanger, der natürlich einige Fragen offen lässt. Im Sommer diesen Jahres geht es hier wohl weiter. Der Erfolg des zweiten Buches ist also fast schon eine Garantie.

Fazit

„Die Tränen der Kinder „ist ein spannender Pakt, den man mit den Autoren eingeht. Verfluchte Spannung – dunkle Mystik – Blut spritzt über die Epochen – Fabelhaft.
Das Konklave des klerikalen Thrillers hat neue Fürsten – Alex Thomas.

Michael Sterzik

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