Samstag, 4. März 2017

Der Killer - David Baldacci

Im Genre Thriller tummeln sich doch einige Killer und Auftragsmörder. Die meisten dieser Antihelden stehen mehr oder minder mit einem Bein auf der guten Seite, doch diese ist realistisch interpretiert immer eine gewisse Grauzone. Zumeist sind diese Killer, Psychopathen, Serien Mörder und manchmal um Buße zu tun, wechseln sie auf die Seite der „Guten“. Na ja, für diese fiktiven Auftragsmörder existieren eine ganze Reihe von Klischees, die mittlerweile in den Medien – Literatur und Film fest verwurzelt sind. Meist werden diese Protagonisten als schweigsame und recht eigenwillige Charaktere geschildert. Eine tragische Vergangenheit wird ihnen ebenfalls gerne auf dem Leib geschrieben, und genau an dieser Stelle ergibt sich für Autoren und Regisseure ein prächtiges, weites Feld einer charakterlichen Entwicklung.

Im ihrer Berufung ranken sich vielen Legenden, Geschichten und noch mehr Vorurteile, und weil sie so sind wie sie sind – sind diese in der Literatur stark vertreten.   

Der amerikanische Autor David Baldacci lässt in seinem Thriller „Der Killer“ seine Figur Will Robbie im Dienste der Regierung der Vereinigten Staaten töten. Schnell, konsequent, rücksichtslos, ohne Gnade – hochprofessionell, eben ein Job wie kaum ein anderer.

Das diese Charakterzeichnung sich in den vorstellbaren, klassischen Grenzen bewegt, ist nicht mal langweilig. Er ist und bewegt sich wie in Geist und auf menschlicher Ebene muss der Einzelgänger noch viel lernen.
Im Laufe der Handlung wird Robie zunehmend sympathischer und offenbart sogar Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl. Als ein „Job“ eskaliert und er den Befehl nicht ausführt, eskaliert die Situation und er wird zeitweise zum gejagten. Auf der Flucht vor seinen früheren Kollegen freundet er sich gezwungener Maßen mit der jugendlichen Julie an, die ebenfalls auf der Flucht ist, das sie die Ermordung ihrer Eltern beobachtete. Julie wird zum erweiterten guten Gewissen für Robie und beide müssen sich zusammenraufen, um zu überleben. Julie ist selbstbewusst genug, um den Killer auch einmal in die Schranken zu weisen und ihm zu helfen eine Verschwörung aufzudecken.

„Der Killer“ von David Baldacci ist logisch und verdammt spannend aufgebaut. Realismus hin oder her – die Story hat den Leser fest umklammert und überzeugt durch einen bunten Mix klassischer Einklänge. Abwechslungsreich führt uns der Autor in die legalen/illegalen Handlungsmethoden der Geheimdienste ein. Was davon evtl. der Wahrheit entsprechen mag, ist nicht abzuschätzen.

Als Auftakt einer Reihe um den sympathischen Killer ist der Roman absolut packend geschrieben. Der Stil des Autors ist bekanntermaßen prägnant. Kurze Sätze, Dialoge sich auf das Wesentliche beschränken, und in der temporeichen Handlung wird nix weiter beschönigt.  

Die Konzipierung der Charaktere ist wohl gelungen, aber bei Weitem noch ausbaufähig, da der Leser nicht viel von Will Robies Vergangenheit erfahren wird. Die könnte natürlich in den Fortsetzungen verwendet werden, ich vermute allerdings , um dieser Figur die sprichwörtliche Entwicklung nicht zu nehmen, wird das in den weiteren Bänden nur Stück für Stück aufgelöst werden.

Fazit

„Der Killer“ überzeugt – schlicht und einfach verspricht und garantiert dieser Spannung von der ersten bis letzten Seite.

Michael Sterzik





Freitag, 3. März 2017

Zerbrochen - Michael Tsokos

Die Erfahrungen des national und international renommiertesten deutschen Rechtsmediziners Michael Tsokos  wurden unter tatkräftiger Unterstützung von Andreas Gößling schon in den beiden True Crimie Thriller „Zerschunden“ und „Zersetzt“ großartig in Szene gesetzt.

Mit der fiktiven Figur des Dr. Fred Abels der als Rechtsmediziner, in der BKA Einheit Extremdelikte ermittelt, kombinierten sie authentische Ermittlungsmethoden mit den Erfahrungen eines Mediziners. Als Ergebnis gesehen, konnten hochklassige, spannende Romane veröffentlicht werden, die realistisch, aber auch schonungslos brutale Geschichten erzählen.

Im dritten soeben erschienen Band „Zerbrochen“ der ca. 1 Jahr nach den Ereignissen in dem Roman „Zerschunden“. Ein Mordanschlag kostete den Rechtsmediziner fast das Leben. Nach mehreren Operationen und Reha-Maßnahmen tritt Dr. Fred Abel seinen Dienst beim BKA wieder an. Die Hauptstadt Berlin ängstigt sich vor dem sogenannten „Darkroom-Killer“ und unter Hochdruck recherchieren und ermitteln die Beamten um der Serie Einhalt zu gebieten.

Als die beiden Kinder Dr. Abels entführt werden, überschlagen sich die Ereignisse – es gibt mit Sicherheit einen größeren Kreis von Feinden, die Dr. Abel gerne auf einer anderen Seite des Seziertisches sehen möchten.

Kritik

Der dritte und vielleicht auch letzte Roman aus dieser Reihe überzeugt durch eine spannende Story mit aktuellen Themen der Flüchtlingspolitik und schleudert Dr. Abel in einem persönlichen Albtraum. Doch in diesem Roman wird die Handlung aus mindestens drei Perspektiven dargestellt. Die entführten Kinder, sowie der frühere Kollege aus Bundeswehrzeiten Lars Moewig erhalten einen nicht unerheblichen Anteil der komplexen Handlung. In den beiden Vorgängerromanen konzentrierte sich die Geschichte aus der Sichtweise Dr. Abels. Das sich nun der Fokus etwas ändert, mindert nicht die Spannung, aber die Atmosphäre empfindet man dadurch etwas weniger intensiv.

„Zerbrochen“ spielt nicht nur mit anderen Perspektiven, sondern vermengt diese ebenfalls mit unterschiedlichen Handlungsorten und auch der Kreis der Protagonisten erhöht sich erheblich.

Das wahre Verbrechen übt eine ungemeine Faszination aus. Mit dieser manchmal bösartigen Dunkelheit können viele Autoren wunderbar spielen, aber Michael Tsokos und Andreas Gößling spielen die Klaviatur des Todes außerordentlich brillant. Das manchmal ein Schaudern über den Rücken der Leser laufen kann, garantieren die beiden Autoren – gerade in Hinblick auf die Tatsache: „Verdammt, dass basiert auf authentischen Ereignissen. Also willkommen in der dunkelsten Schattierung der Realität.

„Zerbrochen“ ist schnell, intensiv und abwechslungsreich. Durch den Perspektivwechsel anders wie die beiden Vorgänger, aber nicht schlechter. Fred Abels Geschichte könnte auf dem geduldigen Papier ein Ende gefunden haben, doch würde ich es sehr begrüßen, diesen in anderen Romanen wiederzusehen. Ebenfalls dient sich der Reihe den Drehbuchautoren quasi an – allerdings wäre hier unter FSK 18 nichts zu machen.

Michael Sterzik



Montag, 13. Februar 2017

Korrosion - Peter Beck

Der zweite Roman um den Schweizer Sicherheitschef Tom Winter, mit dem Titel „Korrosion“ ist im Verlag emons veröffentlicht worden. Der schriftstellerische Vater  dieser Reihe, Peter Beck hat einen hochspannenden und knallharten Roman geschrieben deren originelle Handlung überrascht.

Mit der Schweiz verbindet man natürlich neben der köstlichen Schokolade, fein verarbeiteten Uhrwerken und einer beispiellosen Pünktlichkeit, natürlich auch das sprichwörtliche, fast schon heilige Bankgeheimnis. 

Als eine millionenschwere, in Einsamkeit lebende, ältere Frau ermordet aufgefunden wird, obliegt es dem Sicherheitschef der Schweizer Privatbank Tom Winter, die Erben zu finden. Eigentlich eine ganz einfache Aufgabe – doch mit der Aufforderung der verstorbenen, dass das Testament nur eröffnet werden kann, wenn der Mörder ihres zweiten Ehemanns gefunden wird, fangen die Schwierigkeiten erst an. Die verstorbene, alte Dame war sich sicher, dass eines ihrer drei Kinder dafür verantwortlich ist.

Tom Winter begibt sich auf die Suche nach den drei potenziellen Erben und stößt dabei auf dunkle Familiengeheimnisse und einer noch nicht vollendeten Rache, die ihn unmittelbar gleich mehrmals in Lebensgefahr bringt.

Peter Beck ist es brillant gelungen, einen originellen Ermittler zu erschaffen. Kein gescheiterter Antiheld, kein versoffener, runtergekommener Charakter mit einem langen Vorstrafenregister oder ein Ex-Agent auf der Suche nach Vergebung und dem Vergessen. Tom Winter ist ein solider und wortkarger Ex-Polizist, den man wahrscheinlich auf dem ersten Blick unterschätzen mag, aber da bekanntlich ruhige Gewässer tief sind,  so sind die Talente des Sicherheitschefs beeindruckend.

Analytisch, vorsichtig agierend, intelligent und auch mal zupackend, wenn es die Situation erfordert, versteht er sich durchzusetzen.

Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt – einmal natürlich aus der von Tom Winter, der bei der Suche nach den drei Töchtern einiges aufdeckt, zum Beispiel einen Bäcker, der seinem Ofen etwas zu nahe gekommen ist und diese Hänsel und Gretel Geschichte ist nicht wirklich für ein Märchen geeignet.

Der andere Strang wird aus der Perspektive eines sudanesischen Flüchtlings erzählt, der unter Lebensgefahr das Paradies Europa zum Ziel hat. Bis fast zum Schluss bleibt dieser Part für eine Erklärung im Schatten der Hauptstory. Doch diese Nebengeschichte geht unter die Haut, da der Autor, dass aktuelle Thema Flüchtlinge eindrucksvoll und sehr sensibel schildert.  Für uns behütete Europäer sind diese Einzelschicksale leider allzu fern. Bürgerkriege, Gewalt, die Mühen und Versprechungen einer Flucht in ein Land, das Frieden verspricht, die Hoffnungen und Ängste, dass scheitern und wieder aufstehen, all das erzählt Peter Peck brutal realistisch.

Überhaupt ist die ganze Geschichte keinesfalls abwegig und inhaltlich überladen. Kompakt, stilsicher und außerordentlich spannend ist dieser Roman fein konzipiert. Zum Ende hin gibt es einige Wendungen, die überraschen dürften und auch wer Action erwartet, kommt hier auf seine Kosten.

Neben den besagten Hauptfiguren, gibt es noch ein paar wichtige Nebencharaktere, die sehr gut in das Geschehen eingewebt sind. Gerade diese Szenen sind mit interessanten Dialogen und auch Wortwitz kombiniert, die überzeugen. Einige dieser Charaktere wird man hoffentlich in den nächsten Bänden wiederfinden. Mit Blick aufs Detail sind die Charaktere feinfühlig und vor allem tiefsinnig beschrieben.

Viel an Kritik gibt es nicht. Von der Vergangenheit Tom Winters erfährt man nicht viel, vermisst es allerdings auch zu keinem Zeitpunkt. Die beiden Erzählstränge hätten ggf. früher kombiniert werden können, aber auch das ist gemessen an der Spannung, nicht unbedingt von belang.

Einzig und allein, diesen Vergleich sehe ich überhaupt nicht  - „Peter Beck, Europas Antwort auf John Grisham“ ein Gleichnis, das hinkt und überhaupt nichts an Wahrheit innehat. „Korrosion“ ist kein Justizthriller, sondern einfach ein genial harter Thriller, der sich perfekt in die großartigen Thriller der letzten Jahre einordnet und keinen Vergleich scheuen darf.

„Korrosion“ von Peter Beck ist ebenfalls eine Einladung für Drehbuchautoren, die auf der Suche nach einem Pageturner fürs Fernsehen sind. Die Schauplätze sind außerordentlich gut gewählt, die Thematik rund um die Flüchtlinge hochaktuell. Der eigenwillige Charakter Tom Winters, könnte auf kurz oder lang eine Kultfigur werden.

Ich freue mich auf die nächsten Bände, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen.

Michael Sterzik







Samstag, 4. Februar 2017

Rezension - Der Wind und die Wahrheit - Michael Peinkofer

Der Roman „Der Wind und die Wahrheit“ von Michael Peinkofer, spielt im Jahre 1362. Einer der Schauplätze ist die Lagunenstadt Venedig. Die kleine Republik floriert und blüht dank des erfolgreichen internationalen Handels. Kaufleute aus allen Herren Ländern nutzten die Märkte, um ihre Waren zu verkaufen, oder neue Waren für ihre Heimatstädte zu erstehen.

Die kleine Republik im östlichen Mittelmeer verfügt erheblichen, politischen Einfluss und versucht ihre Unabhängigkeit zu festigen und zugleich auszubauen. Die Spannungen zwischen Europa und dem Osmanischen Reich sind allzu deutlich.

Die Geschichte in dem Roman befasst sich sehr oberflächlich mit den verschiedenen Kulturen, der politisch schwierigen Situation und dem Einfluss, der wirtschaftlich und nach Einfluss strebenden Kaufleute. Auf der einen Seite haben wir den Elitesoldaten – Janitschar El-Rih, der als Vertrauter und Leibwächter des amtierenden Sultans fungiert, zum anderen erleben wir die junge und sehr schöne Alyssia, Tochter eines Kaufmanns, die dank einer perfiden Intrige als unfreiwillige Sklavin verkauft wird.

Diese beiden Handlungsstränge verlaufen parallel, bis Sie sich dann im Laufe der fortschreitenden Handlung vermengen. Beide Hauptfiguren sind blass und eindimensional beschrieben und überzeugen nicht. Leider erfährt man wenig von beiden, so das die charakterliche Tiefe verzweifelt gesucht wird. Gleiches gilt für die Handlung. Viele Themen werden inhaltlich nur sehr oberflächlich angerissen und gehen in einem Strudel von Intrigen und Machtspielchen, die diese Geschichte auszeichnen sang und klanglos unter.

Unterhaltung hin oder her – überzeugt weder der Roman durch eine spannende, oder gar innovative Story. Die verschiedenen Kulturen der Protagonisten, die Stadt Venedig mit ihrer politischen Situation, all das wird viel zu wenig tiefgehend erzählt.
Die Handlung ist vorhersehbar, wenig realistisch und voller klassischer Klischees die einen beim lesen manchmal schaudern lassen. Authentisch lässt der Autor hier vieles vermissen.

Wenn das ein historischer Roman sein soll, vermisse ich doch sehr viele Faktoren, die der Autor nicht bedienen konnte. Mehr als ein seichter Soap ähnlicher Liebesroman ist „Die Wind und die Wahrheit“ nicht.

Die nächsten historischen Romane von Michael Peinkofer müssen weitaus besser werden. „ Das Buch von Ascalon“ war schon recht gut – „Der Wind und die Wahrheit“ sehr enttäuschend.

Michael Sterzik





Freitag, 20. Januar 2017

Rezension: "Demon - Sumpf der Toten - Douglas Preston und Lincoln Child

Mit dem aktuellen Titel „Demon – Sumpf der Toten veröffentlich das Autorenduo Preston und Child den inzwischen schon 15. Band der Reihe um den exzentrischen Special Agent Pendergast.

Angefangen über den Titel „Das Relikt“ in der 90er Jahren, ist der im eleganten Schwarzen gekleidete Pendergast schon längst eine Kultfigur in dem Genre Thriller geworden. Eine personifizierte Symbiose irgendwo zwischen James Bond und Sherlock Holmes. Es fehlen vielleicht die geschüttelten Martinis und die Pfeife, aber ansonsten steht er den großen Ermittlern in nichts nach.

Der 15. Band führt Pendergast und sein Mündel Constance Green in die Sümpfe von Exmouth an der Küste von Massachusetts. Sein Auftraggeber bittet ihn um Hilfe bei der Auflösung eines Diebstahls von erlesenen Weinen. „In vio veritas“  - fast – zwar steckt die Wahrheit nicht im Wein, aber zum Teil hinter den Mauern des Weinkellers, bzw. wer hatte Interesse eine eingemauerte Leiche gleich mit zu entwenden?

Exmouth so unscheinbar das kleine provinziale Städtchen doch sein mag, birgt es doch einige dunkle Geheimnisse. Piraterie – ein verschollenes Schiff und sogar eine Zweigstelle der Hexen von Salem. Pendergast und Constance Green werden in den historischen Sog alter Familiengeschichten und traditionell ausgeübter Magie gezogen.

Kritik

„Demon – Sumpf der Toten“ besinnt sich auf die alten, erfolgreichen Ermittlungsmethoden Pendergasts, die langjährige Leser noch von den ersten Romanen kennen dürften. Zwar tauchen die weiteren bekannten Charaktere Vincent D’Agosta, Margo Green und Nora Green überhaupt nicht auf, doch die beiden Autoren lassen Pendergast und Green in ihrer komplizierten Beziehungsebene wachsen. Pendergast ist wie immer in Hochform, jeden Ermittler weit voraus, aber Constance Green spürt, dass sich in der Vergangenheit dieser kleinen Küstenstadt Dunkles, Böses verbirgt. Diese Situation, die beide unterschätzen, lassen sich in höchster Lebensgefahr kommen.

Die Autoren Douglas Preston und Lincoln Child verstehen es raffiniert, eine Geschichte in der eigentlichen Geschichte getarnt zu verstecken. So simpel eine Auflösung dann doch ist , so explosiv geht’s dann doch weiter und endet mit einem grausamen Cliffhanger und einigen unbeantworteten Fragen.

Das wirklich Herausragende an dieser Reihe ist ebenfalls die Entwicklung der Figur Pendergast. In den ersten Romanen ist er ein eigenwilliger Einzelgänger, der nicht viel persönliches preisgibt, in den nachfolgenden Bänden allerdings wird seine Vergangenheit immer präsenter und privater. Mit Constance Green als Mündel übernimmt er Verantwortung. Zwar herrscht noch immer zwischen ihm und der Welt ein tiefer Graben Distanz, doch mehr und mehr begreift er, dass Hilfe von dritten nötig ist.

Wissenschaft, Legenden, Mythen und Sagen – bilden den Grundstein dieser Romanreihe. Einfache Mittel, die allerdings überzeugend in den Geschichten eingearbeitet wurden. Hinzu noch ein extrem, eigenwilliger Ermittler mit einer geheimnisvollen Vergangenheit und das Gefahrenpotenzial dramatisch hoch und fertig ist der Bestseller. Die Reihe um Pendergast ist einer der wenigen Reihen, die auch noch nach dem 15. Band faszinieren können.

Fazit

„Demon – Sumpf der Toten“ überzeugt durch einen langsamen, aber geradlinigen Spannungsaufbau. Ein spannender Sumpf, der den Leser in etwas Dunkles, grausamen reinzieht.

Atmosphärisch großartig gewählte Schauplätze, die dann doch vom eigentlichen formidabel ablenken, aber auch nicht enttäuschen. Die Dramatik im letzten Drittel ist atemberaubend und es würde der Reihe insgesamt gut tun, wenn diesmal eine tragende Figur ein literarisches und endgültiges Ende finden könnte.

Ich freue mich sehr auf den 16. Fall um die Fälle des Special Agent Pendergast.

Michael Sterzik


20.01.17